ÜBERSETZUNGS-ABC
Ausgangssprache
Ausgangstext
Aussprache
Beglaubigte Übersetzung
CAT-Tool
Computerunterstütztes Übersetzen
Dialekt
Dolmetschen
Dolmetschtechnik
Editing
EN 15038
Fachliche Prüfung
Fahnenkorrektur
Fachübersetzung
Flüsterdolmetschen
Gebärdesprachdolmetschen
Gerichtsdolmetscher
Grammatik
Indogermanische Sprachen
ISO 639-1
Konferenztechnik
Konsekutivdolmetschen
Korrektor
Korrektorat
Korrekturlesen
Layouten
Lektor
Lektorat
LICS
Locale
Lokalisierung
Orthographie
Simultandolmetschen
Sprachcoaching
Sprachdienstleister
Technical Writing
Terminologiedatenbank
Trados
Transkription
Übersetzen
Übersetzungsbüro
Übersetzungsdienstleister
Voice-over
Zertifizierter Übersetzer
Zielsprache
Zieltext
ALLGEMEINES
Glossar zum Thema Übersetzen und Dolmetschen
Ausgangssprache
Sprache, aus der gedolmetscht bzw. übersetzt wird.
Ausgangstext
Beim Übersetzungsvorgang nennt man den Ausgangstext jenen Text, der als Grundlage der Übersetzung dient. Wird ein englischer Text ins Deutsche übersetzt, so ist der englische Text der Ausgangstext.
Aussprache
Oft gibt es verschiedene regionale Varianten einer Sprache, die sich unter anderem in der Aussprache unterscheiden können. So lange davon jedoch nur die Aussprache betroffen ist und die Grammatik und Orthographie der Sprache einheitlich sind, muss darauf bei Übersetzungen keine besondere Rücksicht genommen werden.
Beglaubigte Übersetzung
Eine beglaubigte Übersetzung darf nur von einem beeideten Gerichtsdolmetscher angefertigt werden. Die genau Übereinstimmung von der Übersetzung mit dem Original wird mit dem Rundsiegel und der Unterschrift des Gerichtsdolmetschers bestätigt. Die Texte, die am häufigsten zur Vorlage bei den Behörden beglaubigt übersetzt werden, sind Heiratsurkunden, Staatsbürgerschaftsnachweise, Zeugnisse, Geburtsurkunden und Verträge.
CAT-Tool
Ein CAT-Tool ist ein Computerprogramm, das den Übersetzer bei der Erstellung von Übersetzungen unterstützt. Zu den bekanntesten CAT-Tools gehören neben Trados auch Transit, Déjà-Vu und Wordfast. CAT-Tools werden bei größeren Projekten eingesetzt, bei denen eine einheitliche Terminologie und die Erstellungen von Datenbanken, auf die immer wieder zurückgegriffen werden kann, von großer Bedeutung ist. Das CAT-Programm unterteilt den zu übersetzenden Text in einzelne Segmente. Ein Segment ist dabei in der Regel ein Satz. Bei der Übersetzung bildet nun das Segment des Ausgangstextes zusammen mit dem entsprechenden Segment des Zieltextes eine so genannte Übersetzungseinheit. Die Übersetzungseinheiten werden in einer als Übersetzungsspeicher (Translation Memory) bezeichneten Datei abgelegt, auf die im Verlauf der weiteren Übersetzung immer wieder automatisch zugegriffen wird.
Computerunterstütztes übersetzen
Bei größeren Übersetzungsprojekten, bei denen sich viele Textteile wiederholen und eine einheitliche Terminologie von großer Bedeutung ist, werden hochqualitative Computerprogramme eingesetzt. Diese CAT-Tools unterteilen den zu übersetzenden Text in einzelne Segmente. Jedes Segment des Ausgangstextes bildet mit dem entsprechenden Segment des Zieltextes eine so genannte Übersetzungseinheit, die in einem "Translation Memory" (Übersetzungsspeicher) abgelegt wird. Jedes Mal, wenn sich im Ausgangstext ein Segment wiederholt, kann dessen Übersetzung sofort aus dem Übersetzungsspeicher abgerufen werden. Der geringere Arbeits- und Zeitaufwand führt zu einem deutlichen Preisvorteil.
Dialekt
Ein Dialekt oder eine Mundart ist eine regionale Varietät einer Sprache. Dialekte können sich auf allen sprachlichen Ebenen von der Standardsprache unterscheiden. Die Frage, ob es sich um einen Dialekt oder um eine eigene Sprache handelt, ist nicht immer eindeutig zu beantworten. Häufig werden dabei auch Aspekte miteinbezogen, die nicht mit der Sprache an sich, sondern etwa mit ihrer Verwendung als Amts- oder Nationalsprache oder dem Bestehen einer eigenen Schriftsprache zu tun haben.
Dolmetschen
Dolmetschen steht für das mündliche Übertragen von Ausführungen aus einer Sprache in eine andere. Im Mittelpunkt steht nicht die Wiedergabe einzelner Wörter oder Sätze, sondern die aktive Übertragung des Inhaltes als ein Ganzes. Dolmetschen erfordert von der Dolmetscherin bzw. dem Dolmetscher an ein Höchstmaß an Konzentration da sie bzw. er parallel zuhören und reden muss. Gehörtes muss auf Anhieb verstanden - nur in den wenigsten Fällen ist eine Rücksprache mit dem Sprechenden möglich - und in die Zielsprache übertragen werden. Der Dolmetscher muss im richtigen Moment das passende Wort finden. Das geht nur, wenn er über die nötige Erfahrung und ausgedehnte Kenntnisse der Thematik verfügt. Man unterscheidet zwischen Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen, Gebärden-Dolmetschen und Flüster-Dolmetschen.
Dolmetschtechnik
Beim Simultandolmetschen sitzen die Dolmetscher in speziellen Kabinen und die Kongress- bzw. Konferenzteilnehmer können die Übertragung über Kopfhörer anhören. Und so funktioniert es: Die Vortragenden sprechen ihre Fassung in Funkmikrofone, Ansteckmikrofone oder sportliche Headsets. Über entsprechende Empfänger gelangen die Signale der Vortragenden in ein Mischpult. Dieses schickt das Signal in aufbereiteter und optimierter Form zu Boxen auf der Bühne, über die das Originalsignal im Saal immer zu hören ist, und in die Dolmetschkabinen. Dort hören die Dolmetscher über Kopfhörer den Vortragenden und sprechen zugleich die Übersetzung in ihr Mikrofon. Über das Mikrofon gelangt das Dolmetschsignal, der zielsprachliche Vortrag also, in einen Sender, der mit mehreren Infrarotstrahlern verbunden ist. Diese Infrarotstrahler ermöglichen die Übertragung des Dolmetschsignals zu den Zuhörern. Jeder Zuhörer hat einen kleinen, leicht zu bedienenden Empfänger, an dem die gewünschte Lautstärke eingestellt werden kann und verschiedene Kanäle (und somit Sprachen) gewählt werden können. Um einen störungsfreien Empfang zu gewährleisten, müssen vor Ort genügend Infrarotstrahler vorhanden sein. Die Zahl der benötigten Strahler hängt von der Größe des Raums, der Zahl der erforderlichen Kanäle (die Ausleuchtungsfläche eines Strahlers nimmt mit der Zahl der zu übertragenden Kanäle ab) und der Beleuchtungssituation im Veranstaltungssaal (direktes Sonnenlicht beeinträchtigt die Infrarotübertragung stark) ab. Da die extrem kurzen Wellen der Infrarotstrahler Hindernisse kaum durch Wellenbeugung umgehen können, müssen die Strahler so positioniert werden, dass zumindest annähernd Sichtkontakt zu den Empfängern hergestellt ist. Von Vorteil sind helle und glatte Flächen, da diese Infrarotlicht reflektieren und somit die Empfangssicherheit erhöhen.
Editing
Auch Korrekturlesen bzw. Lektorat genannt. Dies ist die Nachbearbeitung eines Zieltextes und die Überprüfung desselben auf formale und/oder inhaltliche, stilistische und grammatikalische Unkorrektheiten.
EN 15038
EN 15038 steht für die europäische Qualitätsnorm für Übersetzungsdienstleistungen EN 15038, die am 13. April 2006 vom Europäischen Komitee für Normung (CEN) angenommen wurde. Die Vorteile der Zertifizierung für den Kunden sind u.a. klare Leistungsvereinbarungen, transparente und lückenlose Dokumentation des gesamten Verlaufs eines Übersetzungsprojektes, die Einhaltung strenger Qualifikationskriterien bei der Auswahl der Übersetzer und Korrektoren, die konsequente Einhaltung des sogenannten Vier-Augen-Prinzips d.h. jedes Übersetzungsprojekt wird durch kompetente Korrektoren sprachlich und inhaltlich überprüft etc.
Fachliche Prüfung
Die fachliche Prüfung einer Übersetzung erfolgt durch einen fachlichen Prüfer, der die Zwecktauglichkeit der Übersetzung zu bewerten und Korrekturmaßnahmen vorzuschlagen hat. Der fachliche Prüfer schaut sich nur die Übersetzung an, nicht das Original an. Die fachliche Prüfung kann u.a. darin bestehen, die Übersetzung hinsichtlich des Registers und der jeweiligen Fachkonventionen zu bewerten.
Fahnenkorrektur
Laut EN 15038 ist die Fahnenkorrektur die Korrektur der Druckfahne vor der Veröffentlichung. In der Umgangssprache wird dafür auch gerne "Korrekturlesen" verwendet. Der englische Begriff für Fahnenkorrektur heißt "proofreading".
Fachübersetzung
Eine Fachübersetzung, im allgemeinen Sprachgebrauch „Übersetzung“ genannt, wird von einem auf ein bestimmtes Fachgebiet (Recht, Wirtschaft, Finanzwesen etc.) spezialisierten Übersetzer angefertigt.
Flüster-Dolmetschen
Beim Flüsster-Dolmetschen wird das Gesagte simultan (zeitgleich) einem kleinen Personenkreis in der gewünschten Sprache zugeflüstert. Der Dolmetscher befindet sich in unmittelbarer Nähe seiner Zuhörer. Beim Flüster-Dolmetscher verwendet man normalerweise keine technischen Hilfsmittel, manchmal kommt jedoch eine mobile Simultananlage zu Verwendung.
Gebärdensprach-Dolmetschen
Bei dieser Art von Dolmetschen erfolgt die Übertragung eines Ausgangstextes in die Gebärdensprache. Die Dolmetscher müssen für die gehörlosen Zuseher immer gut sichtbar sein und sollten am besten neben den Sprechenden stehen.
Gerichtsdolmetscher
Der Gerichtsdolmetscher ist ein Dolmetscher, der speziell den Gerichten und den Behörden zur Verfügung steht und dementsprechende Fachkenntnisse hat. Oft wird der Gerichtsdolmetscher auch im außerbehördlichen Bereich oder für Privatpersonen tätig, wie etwa bei der Errichtung von Notariatsakten, bei Eheschließungen etc. In Österreich wird die Tätigkeit des Gerichtsdolmetschers geregelt durch das "Bundesgesetz vom 19. Feber 1975, BGBl 137, idF BGBl 168/98, I. Teil, über den allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen und Dolmetscher" sowie für die Beglaubigungen von Übersetzungen durch das "Kaiserliche Patent vom 9. August 1854, RGBl 208, über das gerichtliche Verfahren in Rechtsangelegenheiten außer Streitsachen" geregelt. In Deutschland gibt es, je nach Bundesland, Bezeichnungen wie "öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher", "staatlich geprüfter Dolmetscher", "allgemein beeidigte Dolmetscherin", "allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Dolmetscher" usw., die je nach (Bundes-)Land variieren.
Grammatik
Unter Grammatik versteht man die Gesamtheit der inneren Gesetzmäßigkeiten, das heißt den Aufbau, einer Sprache. Oft gibt es verschiedene regionale Varianten einer Sprache, die sich unter anderem in der Grammatik unterscheiden können. Darauf muss bei Übersetzungen besondere Rücksicht genommen werden, damit der Zieltext die Funktion erfüllen kann, die der Kunde erwartet.
Indogermanische Sprachen
Die indogermanischen Sprachen stellen die am weitesten verbreitete Sprachfamilie der Welt dar. Zu dieser Sprachfamilie zählen einige der wichtigsten Weltsprachen, wie etwa Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch sowie auch Deutsch. Die meisten der in Europa gesprochenen Sprachen gehören dieser Sprachfamilie an. Die indogermanischen Sprachen werden in viele Zweige und Unterzweige unterteilt. Dazu gehören: die romanischen Sprachen, die germanischen Sprachen, die slawischen Sprachen und viele mehr.
ISO 639-1
ISO 639 ist eine Norm, die die Verwendung von Abkürzungen für Sprachen (Sprachcodes) vereinheitlicht. Die Norm besteht aus unterschiedlichen Teilnormen. ISO 639-1 weist jeder Sprache einen Code zu, der aus jeweils 2 Buchstaben besteht. Da auf diese Weise nur 572 verschiedene Sprachen inventarisiert werden können, sind bei weitem nicht alle Sprachen der Welt enthalten. ISO 639-2 verwendet 3 Buchstaben und kann daher mit 17.576 deutlich mehr Sprachen inventarisieren. Dennoch ist die Norm ISO 639-1 weiter verbreitet. Erfahrungsgemäß kommt man als Sprachdienstleistungsunternehmen nur sehr selten mit einer Sprache in Berührung, die nicht in ISO 639-1 enthalten ist.
Konferenztechnik
Beim Simultandolmetschen sitzen die Dolmetscher in speziellen Kabinen und hören die Kongress- bzw. Konferenzteilnehmer die Übertragung über Kopfhörer an. Die Vortragenden sprechen ihre Fassung in Funkmikrofone, Ansteckmikrofone oder sportliche Headsets. Über Empfangseinheiten gelangen die Signale der Vortragenden in ein Mischpult. Dieses schickt das Signal in aufbereiteter und optimierter Form zu Boxen auf der Bühne, über die das Originalsignal im Saal immer zu hören ist, und in die Dolmetschkabinen. Dort hören die Dolmetscher über Kopfhörer den Vortragenden und sprechen zugleich die Übersetzung in ihr Mikrofon. Über das Mikrofon gelangt das Dolmetschsignal, der fremdsprachige Vortrag also, in einen Sender, der mit mehreren Infrarotstrahlern verbunden ist. Diese Infrarotstrahler ermöglichen die Übertragung des Dolmetschsignals zu den Zuhörern. Jeder Zuhörer hat einen kleinen, leicht zu bedienenden Empfänger, an dem die gewünschte Lautstärke eingestellt werden kann und verschiedene Kanäle (und somit Sprachen) gewählt werden können. Um einen störungsfreien Empfang zu gewährleisten, müssen vor Ort genügend Strahler anwesend sein. Die Zahl der benötigten Strahler hängt von der Größe des Raums, der Zahl der erforderlichen Kanäle (die Ausleuchtungsfläche eines Strahlers nimmt mit der Zahl der zu übertragenden Kanäle ab) und der Beleuchtungssituation im Veranstaltungssaal (direktes Sonnenlicht beeinträchtigt die Infrarotverbindung stark) ab. Da die extrem kurzen Wellen der Infrarotstrahler Hindernisse kaum durch Wellenbeugung umgehen können, müssen die Strahler so positioniert werden, dass zumindest annähernd Sichtkontakt zu den Empfängern hergestellt ist. Von Vorteil sind helle und glatte Flächen, da diese Infrarotlicht reflektieren und somit die Empfangssicherheit erhöhen.
Konsekutivdolmetschen
Während Übersetzungen schriftliche Übertragungen eines Textes aus einer Sprache in eine andere Sprache sind, steht Dolmetschen für das mündliche Übertragen von Ausführungen aus einer Sprache in eine andere. Im Mittelpunkt steht nicht die Wiedergabe einzelner Wörter oder Sätze, sondern die aktive Übertragung des Inhaltes als ein Ganzes. Dolmetschen erfordert von der Dolmetscherin bzw. dem Dolmetscher ein Höchstmaß an Konzentration da sie bzw. er parallel zuhören und reden muss. Gehörtes muss auf Anhieb verstanden - nur in den wenigsten Fällen ist eine Rücksprache mit dem Sprechenden möglich - und in die Zielsprache übertragen werden. Traditionellerweise unterscheidet man zwischen Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen, Gebärdendolmetschen und Flüsterdolmetschen.
Bei Konsekutivdolmetschen spricht der Redner immer nur wenige Sätze, die gleich anschließend vom Dolmetscher in einer anderen Sprache wiedergegeben werden. Konsekutivdolmetschen wird sehr oft bei Verhandlungen und Führungen eingesetzt, ist jedoch zeitaufwändiger als das Simultandolmetschen, bei dem der Redner und Dolmetscher fast zeitgleich sprechen. Wenn der Dolmetscher Gäste bei Besichtigungen oder Führungen begleitet, spricht man von Begleitdolmetschen. Bei einer größeren, vom Dolmetscher zu betreuenden Personengruppe kann eine mobile Simultananlage (Personenführungsanlage) eingesetzt werden.
Korrektor
Person, die Korrektur liest. Der Korrektor hat über die notwendige ausgangs- und zielsprachliche Kompetenz zu verfügen.
Korrektorat
Person, die Korrektur liest. Der Korrektor hat über die notwendige ausgangs- und zielsprachliche Kompetenz zu verfügen.
Korrekturlesen
Laut der Norm EN 15038 besteht das Korrekturlesen im Überprüfen des Textes auf seine Zwecktauglichkeit. Dabei wird der Ausgangstext (das Original) mit dem Zieltext (Übersetzung) verglichen. Im Englischen verwendet man in diesem Kontext die Begriffe "revision" und "revising". Beim Korrekturlesen wird die Übersetzung auf passenden Stil, korrekte Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung, inhaltliche Vollständigkeit (Übereinstimmung mit Ausgangstext) und die Terminologiekonsistenz überprüft und alle notwendigen Änderungen vorgenommen. Dieses Korrekturlesen hat laut EN 15038 immer von einem zweiten Übersetzer bzw. einem Sachexperten zu erfolgen. Oft wird das Korrekturlesen auch als Lektorieren bezeichnet. In einigen Quellen wird "Korrekturlesen" als "proofreading" angeführt. Im Gegensatz zum "revising" beschränkt sich das "proofreading" auf die Überprüfung eines Textes auf Rechtschreibfehler, korrekte Zeichensetzung etc. Vor allem vor der Drucklegung einer Übersetzung empfiehlt es sich, den Text durch den Übersetzer noch einmal überprüfen zu lassen, um evtl. beim Schriftsetzen entstanden Fehler zu ermitteln und zu korrigieren. Die Norm EN 15038 spricht in diesem Fall von "Fahnenkorrektur".
Layouten
Das Überarbeiten eines Textes nach genauen, vom Auftraggeber festgelegten Vorgaben wie Länge des Textes, optische Gliederung, Eingliederung und Beschriftung von Graphiken, etc.
Lektor
Person, die den Text lektoriert.
Lektorat
Das was allgemein unter "Lektorat" verstanden wird, wird in der Norm 15038 als "Korrekturlesen" bezeichnet. Laut der EN 15038 besteht das Korrekturlesen im Überprüfen des Textes auf seine Zwecktauglichkeit. Dabei wird der Ausgangstext (das Original) mit dem Zieltext (Übersetzung) verglichen. Im Englischen verwendet man in diesem Kontext die Begriffe "revision" und "revising". Beim Korrekturlesen wird die Übersetzung auf passenden Stil, korrekte Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung, inhaltliche Vollständigkeit (Übereinstimmung mit Ausgangstext) überprüft und alle notwendigen Änderungen vorgenommen. Dieses Korrekturlesen hat laut EN 15038 immer von einem zweiten Übersetzer bzw. einem Sachexperten zu erfolgen.
LICS
Die Abkürzung LICS steht für Language Industry Certification System. Das LICS ist eine internationale Zertifzierungsmarke, die von AS+ Certification, einer Tochter des Österreichischen Normungsinstituts, und TermNet, dem internationalen Terminologienetz, mit dem Ziel, eine weltweit einheitliche und anerkannte Zertifizierung für die Sprachindustrie zu entwickeln, gegründet wurde.
Locale
Laut der Norm EN 15038 besteht das Locale aus den sprachlichen, kulturellen, fachlichen und geografischen Konventionen einer bestimmten Zielgruppe.
Lokalisierung
Die sprachliche und kulturelle Anpassung einer Übersetzung von Softwareanwendungen, technischen Beschreibungen, Gebrauchsanweisungen, Bedienungsanleitungen und ähnliches für den lokalen Markt der Zielgruppe.
Orthographie
Unter Orthographie versteht man die Rechtschreibung einer Sprache. Oft gibt es verschiedene regionale Varianten einer Sprache, die sich unter anderem in der Orthographie unterscheiden können. Darauf muss bei Übersetzungen besondere Rücksicht genommen werden, damit der Zieltext die Funktion erfüllen kann, die der Kunde erwartet.
Simultandolmetschen
Während Übersetzungen schriftliche Übertragungen eines Textes aus einer Sprache in eine andere Sprache sind, steht Dolmetschen für das mündliche Übertragen von Ausführungen aus einer Sprache in eine andere. Im Mittelpunkt steht nicht die Wiedergabe einzelner Wörter oder Sätze, sondern die aktive Übertragung des Inhaltes als ein Ganzes. Dolmetschen erfordert von der Dolmetscherin bzw. dem Dolmetscher ein Höchstmaß an Konzentration da sie bzw. er parallel zuhören und reden muss. Gehörtes muss auf Anhieb verstanden - nur in den wenigsten Fällen ist eine Rücksprache mit dem Sprechenden möglich - und in die Zielsprache übertragen werden. Traditionellerweise unterscheidet man zwischen Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen, Gebärdendolmetschen und Flüsterdolmetschen.
Beim Simultandolmetschen erfolgt die Reproduktion der Ausführungen in der Zielsprache zeitgleich (simultan) mit den Ausführungen in der Ausgangssprache. Simultandolmetschen wird auch oft Kabinendolmetschen genannt, weil die Dolmetscher bei dieser Art von Dolmetschen in speziellen, schallisolierten Kabinen sitzen. Die Kongress- bzw. Konferenzteilnehmer hören sich die Übertragung über Kopfhörer an. Pro Sprachenpaar wird eine Kabine mit je zwei Dolmetschern benötigt.
Sprachcoaching
Sämtliche beratende Tätigkeiten im Zusammenhang mit sprachlichen Themen, einschließlich Sprachschulungen und Sprachunterricht.
Sprachdienstleister
Allgemeine Bezeichnung für Dolmetscher und Anbieter von Übersetzungen und anderen Dienstleistungen, die mit Sprache zu tun haben (Sprachcoaching).
Technical Writing
Das Erstellen von Gebrauchstexten (technischen Dokumentationen) aus einer oder mehreren Ausgangssprache in eine Zielsprache unter Berücksichtigung der Sprache der Zielgruppe und der Zielkultur.
Terminologiedatenbank
Ein fixer Bestandteil der Corporate Identity großer Firmen ist auch die Verwendung einer einheitlichen Terminologie. Um diese Einheit gewährleisten zu können, werden oft mehrsprachige Terminologielisten bzw. Terminologiedatenbanken erstellt.
Trados
Trados ist ein Computerprogramm, das den Übersetzer bei der Erstellung von Übersetzungen unterstützt. Zu den bekanntesten CAT-Tools gehören neben Trados auch Across, Transit, Déjà-Vu und Wordfast. CAT-Tools werden bei größeren Projekten eingesetzt, bei denen eine einheitliche Terminologie und die Erstellungen von Datenbanken, auf die immer wieder zurückgegriffen werden kann, von großer Bedeutung ist. Das CAT-Programm unterteilt den zu übersetzenden Text in einzelne Segmente. Ein Segment ist dabei in der Regel ein Satz. Bei der Übersetzung bildet nun das Segment des Ausgangstextes zusammen mit dem entsprechenden Segment des Zieltextes eine so genannte Übersetzungseinheit. Die Übersetzungseinheiten werden in einer als Übersetzungsspeicher (Translation Memory) bezeichneten Datei abgelegt, auf die im Verlauf der weiteren Übersetzung immer wieder automatisch zugegriffen wird.
Transkription
Unter „Transkription“ verstehen wir die Erstellung einer schriftlichen Fassung gesprochener Texte.
Übersetzen
Das schriftliche Übertragen eines Textes aus einer Sprache (Ausgangssprache) in eine andere Sprache (Zielsprache). Wichtig ist dabei, dass die Übersetzung dieselbe Botschaft wie das Original übermittelt. Ein Übersetzer kann im Durchschnitt etwa 2.500 bis 3.000 Wörter täglich übersetzen. Während des Übersetzungsvorganges muss der Übersetzer u.a. auf die Fachterminologie, die Grammatik und Lexik, den Stil, das Locale, die Formatierung und die Zielgruppe und den Zweck der Übersetzung achten.
Übersetzungsbüro
Ein Übersetzungsbüro ist ein Unternehmen, das Übersetzungsdienstleistungen und dazu gehörende Dienstleistungen wie Korrekturlesen, Technical Writing etc. anbietet. In vielen Fällen gehört auch Konsekutiv- und Simultandolmetschen zum Angebot. Der Vorteil eines Übersetzungsbüros ist, dass es Übersetzungen in viele Sprachen anbietet. Wer z.B. ein Prospekt in zehn Sprachen übersetzen lassen will, hat somit nur einen Ansprechpartner und kann sich die mühsame Suche nach zehn freien Übersetzern ersparen. Die Übersetzungsagentur übernimmt das gesamte Projektmanagement. Ein weiterer Vorteil ist, dass Übersetzungsbüros für jede Sprachkombination auf verschiedene Übersetzer zurückgreifen können, was in Urlaubszeiten oder bei größeren Projekten besonders wichtig ist.
Übersetzungsdienstleister
So werden Personen oder Unternehmen bezeichnet, die Übersetzungsdienstleistungen erbringen.
Voice-over
Bei „Voice-over“ handelt es sich um einen Fachbegriff aus der Studiotechnik für eine Tonspur, die eine andere überlagert. Voice-over wird unter anderem bei Übersetzungen eingesetzt, die über den Originalton gelegt werden.
Zertifizierter Übersetzer
Zertifizierte Übersetzer sind Übersetzer deren Übersetzungsdienstleistungen nach einer bestimmten Norm (z.B. EN 15038) zertifiziert sind. Sie sind nicht zu verwechseln mit den „Allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Dolmetschern“ (meistens „Gerichtsdolmetscher“ genannt), die insbesondere den Gerichten und Behörden zur Verfügung stehen und deren beglaubigte Übersetzungen amtsgültig sind.
Zielsprache
Sprache, in die gedolmetscht bzw. übersetzt wird.
Zieltext
Beim Übersetzungsvorgang nennt man den Zieltext jenen Text, der das Resultat der Übersetzung ist. Wird ein englischer Text ins Deutsche übersetzt, so ist der deutsche Text der Zieltext.
Sprache, aus der gedolmetscht bzw. übersetzt wird.
Ausgangstext
Beim Übersetzungsvorgang nennt man den Ausgangstext jenen Text, der als Grundlage der Übersetzung dient. Wird ein englischer Text ins Deutsche übersetzt, so ist der englische Text der Ausgangstext.
Aussprache
Oft gibt es verschiedene regionale Varianten einer Sprache, die sich unter anderem in der Aussprache unterscheiden können. So lange davon jedoch nur die Aussprache betroffen ist und die Grammatik und Orthographie der Sprache einheitlich sind, muss darauf bei Übersetzungen keine besondere Rücksicht genommen werden.
Beglaubigte Übersetzung
Eine beglaubigte Übersetzung darf nur von einem beeideten Gerichtsdolmetscher angefertigt werden. Die genau Übereinstimmung von der Übersetzung mit dem Original wird mit dem Rundsiegel und der Unterschrift des Gerichtsdolmetschers bestätigt. Die Texte, die am häufigsten zur Vorlage bei den Behörden beglaubigt übersetzt werden, sind Heiratsurkunden, Staatsbürgerschaftsnachweise, Zeugnisse, Geburtsurkunden und Verträge.
CAT-Tool
Ein CAT-Tool ist ein Computerprogramm, das den Übersetzer bei der Erstellung von Übersetzungen unterstützt. Zu den bekanntesten CAT-Tools gehören neben Trados auch Transit, Déjà-Vu und Wordfast. CAT-Tools werden bei größeren Projekten eingesetzt, bei denen eine einheitliche Terminologie und die Erstellungen von Datenbanken, auf die immer wieder zurückgegriffen werden kann, von großer Bedeutung ist. Das CAT-Programm unterteilt den zu übersetzenden Text in einzelne Segmente. Ein Segment ist dabei in der Regel ein Satz. Bei der Übersetzung bildet nun das Segment des Ausgangstextes zusammen mit dem entsprechenden Segment des Zieltextes eine so genannte Übersetzungseinheit. Die Übersetzungseinheiten werden in einer als Übersetzungsspeicher (Translation Memory) bezeichneten Datei abgelegt, auf die im Verlauf der weiteren Übersetzung immer wieder automatisch zugegriffen wird.
Computerunterstütztes übersetzen
Bei größeren Übersetzungsprojekten, bei denen sich viele Textteile wiederholen und eine einheitliche Terminologie von großer Bedeutung ist, werden hochqualitative Computerprogramme eingesetzt. Diese CAT-Tools unterteilen den zu übersetzenden Text in einzelne Segmente. Jedes Segment des Ausgangstextes bildet mit dem entsprechenden Segment des Zieltextes eine so genannte Übersetzungseinheit, die in einem "Translation Memory" (Übersetzungsspeicher) abgelegt wird. Jedes Mal, wenn sich im Ausgangstext ein Segment wiederholt, kann dessen Übersetzung sofort aus dem Übersetzungsspeicher abgerufen werden. Der geringere Arbeits- und Zeitaufwand führt zu einem deutlichen Preisvorteil.
Dialekt
Ein Dialekt oder eine Mundart ist eine regionale Varietät einer Sprache. Dialekte können sich auf allen sprachlichen Ebenen von der Standardsprache unterscheiden. Die Frage, ob es sich um einen Dialekt oder um eine eigene Sprache handelt, ist nicht immer eindeutig zu beantworten. Häufig werden dabei auch Aspekte miteinbezogen, die nicht mit der Sprache an sich, sondern etwa mit ihrer Verwendung als Amts- oder Nationalsprache oder dem Bestehen einer eigenen Schriftsprache zu tun haben.
Dolmetschen
Dolmetschen steht für das mündliche Übertragen von Ausführungen aus einer Sprache in eine andere. Im Mittelpunkt steht nicht die Wiedergabe einzelner Wörter oder Sätze, sondern die aktive Übertragung des Inhaltes als ein Ganzes. Dolmetschen erfordert von der Dolmetscherin bzw. dem Dolmetscher an ein Höchstmaß an Konzentration da sie bzw. er parallel zuhören und reden muss. Gehörtes muss auf Anhieb verstanden - nur in den wenigsten Fällen ist eine Rücksprache mit dem Sprechenden möglich - und in die Zielsprache übertragen werden. Der Dolmetscher muss im richtigen Moment das passende Wort finden. Das geht nur, wenn er über die nötige Erfahrung und ausgedehnte Kenntnisse der Thematik verfügt. Man unterscheidet zwischen Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen, Gebärden-Dolmetschen und Flüster-Dolmetschen.
Dolmetschtechnik
Beim Simultandolmetschen sitzen die Dolmetscher in speziellen Kabinen und die Kongress- bzw. Konferenzteilnehmer können die Übertragung über Kopfhörer anhören. Und so funktioniert es: Die Vortragenden sprechen ihre Fassung in Funkmikrofone, Ansteckmikrofone oder sportliche Headsets. Über entsprechende Empfänger gelangen die Signale der Vortragenden in ein Mischpult. Dieses schickt das Signal in aufbereiteter und optimierter Form zu Boxen auf der Bühne, über die das Originalsignal im Saal immer zu hören ist, und in die Dolmetschkabinen. Dort hören die Dolmetscher über Kopfhörer den Vortragenden und sprechen zugleich die Übersetzung in ihr Mikrofon. Über das Mikrofon gelangt das Dolmetschsignal, der zielsprachliche Vortrag also, in einen Sender, der mit mehreren Infrarotstrahlern verbunden ist. Diese Infrarotstrahler ermöglichen die Übertragung des Dolmetschsignals zu den Zuhörern. Jeder Zuhörer hat einen kleinen, leicht zu bedienenden Empfänger, an dem die gewünschte Lautstärke eingestellt werden kann und verschiedene Kanäle (und somit Sprachen) gewählt werden können. Um einen störungsfreien Empfang zu gewährleisten, müssen vor Ort genügend Infrarotstrahler vorhanden sein. Die Zahl der benötigten Strahler hängt von der Größe des Raums, der Zahl der erforderlichen Kanäle (die Ausleuchtungsfläche eines Strahlers nimmt mit der Zahl der zu übertragenden Kanäle ab) und der Beleuchtungssituation im Veranstaltungssaal (direktes Sonnenlicht beeinträchtigt die Infrarotübertragung stark) ab. Da die extrem kurzen Wellen der Infrarotstrahler Hindernisse kaum durch Wellenbeugung umgehen können, müssen die Strahler so positioniert werden, dass zumindest annähernd Sichtkontakt zu den Empfängern hergestellt ist. Von Vorteil sind helle und glatte Flächen, da diese Infrarotlicht reflektieren und somit die Empfangssicherheit erhöhen.
Editing
Auch Korrekturlesen bzw. Lektorat genannt. Dies ist die Nachbearbeitung eines Zieltextes und die Überprüfung desselben auf formale und/oder inhaltliche, stilistische und grammatikalische Unkorrektheiten.
EN 15038
EN 15038 steht für die europäische Qualitätsnorm für Übersetzungsdienstleistungen EN 15038, die am 13. April 2006 vom Europäischen Komitee für Normung (CEN) angenommen wurde. Die Vorteile der Zertifizierung für den Kunden sind u.a. klare Leistungsvereinbarungen, transparente und lückenlose Dokumentation des gesamten Verlaufs eines Übersetzungsprojektes, die Einhaltung strenger Qualifikationskriterien bei der Auswahl der Übersetzer und Korrektoren, die konsequente Einhaltung des sogenannten Vier-Augen-Prinzips d.h. jedes Übersetzungsprojekt wird durch kompetente Korrektoren sprachlich und inhaltlich überprüft etc.
Fachliche Prüfung
Die fachliche Prüfung einer Übersetzung erfolgt durch einen fachlichen Prüfer, der die Zwecktauglichkeit der Übersetzung zu bewerten und Korrekturmaßnahmen vorzuschlagen hat. Der fachliche Prüfer schaut sich nur die Übersetzung an, nicht das Original an. Die fachliche Prüfung kann u.a. darin bestehen, die Übersetzung hinsichtlich des Registers und der jeweiligen Fachkonventionen zu bewerten.
Fahnenkorrektur
Laut EN 15038 ist die Fahnenkorrektur die Korrektur der Druckfahne vor der Veröffentlichung. In der Umgangssprache wird dafür auch gerne "Korrekturlesen" verwendet. Der englische Begriff für Fahnenkorrektur heißt "proofreading".
Fachübersetzung
Eine Fachübersetzung, im allgemeinen Sprachgebrauch „Übersetzung“ genannt, wird von einem auf ein bestimmtes Fachgebiet (Recht, Wirtschaft, Finanzwesen etc.) spezialisierten Übersetzer angefertigt.
Flüster-Dolmetschen
Beim Flüsster-Dolmetschen wird das Gesagte simultan (zeitgleich) einem kleinen Personenkreis in der gewünschten Sprache zugeflüstert. Der Dolmetscher befindet sich in unmittelbarer Nähe seiner Zuhörer. Beim Flüster-Dolmetscher verwendet man normalerweise keine technischen Hilfsmittel, manchmal kommt jedoch eine mobile Simultananlage zu Verwendung.
Gebärdensprach-Dolmetschen
Bei dieser Art von Dolmetschen erfolgt die Übertragung eines Ausgangstextes in die Gebärdensprache. Die Dolmetscher müssen für die gehörlosen Zuseher immer gut sichtbar sein und sollten am besten neben den Sprechenden stehen.
Gerichtsdolmetscher
Der Gerichtsdolmetscher ist ein Dolmetscher, der speziell den Gerichten und den Behörden zur Verfügung steht und dementsprechende Fachkenntnisse hat. Oft wird der Gerichtsdolmetscher auch im außerbehördlichen Bereich oder für Privatpersonen tätig, wie etwa bei der Errichtung von Notariatsakten, bei Eheschließungen etc. In Österreich wird die Tätigkeit des Gerichtsdolmetschers geregelt durch das "Bundesgesetz vom 19. Feber 1975, BGBl 137, idF BGBl 168/98, I. Teil, über den allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen und Dolmetscher" sowie für die Beglaubigungen von Übersetzungen durch das "Kaiserliche Patent vom 9. August 1854, RGBl 208, über das gerichtliche Verfahren in Rechtsangelegenheiten außer Streitsachen" geregelt. In Deutschland gibt es, je nach Bundesland, Bezeichnungen wie "öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher", "staatlich geprüfter Dolmetscher", "allgemein beeidigte Dolmetscherin", "allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Dolmetscher" usw., die je nach (Bundes-)Land variieren.
Grammatik
Unter Grammatik versteht man die Gesamtheit der inneren Gesetzmäßigkeiten, das heißt den Aufbau, einer Sprache. Oft gibt es verschiedene regionale Varianten einer Sprache, die sich unter anderem in der Grammatik unterscheiden können. Darauf muss bei Übersetzungen besondere Rücksicht genommen werden, damit der Zieltext die Funktion erfüllen kann, die der Kunde erwartet.
Indogermanische Sprachen
Die indogermanischen Sprachen stellen die am weitesten verbreitete Sprachfamilie der Welt dar. Zu dieser Sprachfamilie zählen einige der wichtigsten Weltsprachen, wie etwa Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch sowie auch Deutsch. Die meisten der in Europa gesprochenen Sprachen gehören dieser Sprachfamilie an. Die indogermanischen Sprachen werden in viele Zweige und Unterzweige unterteilt. Dazu gehören: die romanischen Sprachen, die germanischen Sprachen, die slawischen Sprachen und viele mehr.
ISO 639-1
ISO 639 ist eine Norm, die die Verwendung von Abkürzungen für Sprachen (Sprachcodes) vereinheitlicht. Die Norm besteht aus unterschiedlichen Teilnormen. ISO 639-1 weist jeder Sprache einen Code zu, der aus jeweils 2 Buchstaben besteht. Da auf diese Weise nur 572 verschiedene Sprachen inventarisiert werden können, sind bei weitem nicht alle Sprachen der Welt enthalten. ISO 639-2 verwendet 3 Buchstaben und kann daher mit 17.576 deutlich mehr Sprachen inventarisieren. Dennoch ist die Norm ISO 639-1 weiter verbreitet. Erfahrungsgemäß kommt man als Sprachdienstleistungsunternehmen nur sehr selten mit einer Sprache in Berührung, die nicht in ISO 639-1 enthalten ist.
Konferenztechnik
Beim Simultandolmetschen sitzen die Dolmetscher in speziellen Kabinen und hören die Kongress- bzw. Konferenzteilnehmer die Übertragung über Kopfhörer an. Die Vortragenden sprechen ihre Fassung in Funkmikrofone, Ansteckmikrofone oder sportliche Headsets. Über Empfangseinheiten gelangen die Signale der Vortragenden in ein Mischpult. Dieses schickt das Signal in aufbereiteter und optimierter Form zu Boxen auf der Bühne, über die das Originalsignal im Saal immer zu hören ist, und in die Dolmetschkabinen. Dort hören die Dolmetscher über Kopfhörer den Vortragenden und sprechen zugleich die Übersetzung in ihr Mikrofon. Über das Mikrofon gelangt das Dolmetschsignal, der fremdsprachige Vortrag also, in einen Sender, der mit mehreren Infrarotstrahlern verbunden ist. Diese Infrarotstrahler ermöglichen die Übertragung des Dolmetschsignals zu den Zuhörern. Jeder Zuhörer hat einen kleinen, leicht zu bedienenden Empfänger, an dem die gewünschte Lautstärke eingestellt werden kann und verschiedene Kanäle (und somit Sprachen) gewählt werden können. Um einen störungsfreien Empfang zu gewährleisten, müssen vor Ort genügend Strahler anwesend sein. Die Zahl der benötigten Strahler hängt von der Größe des Raums, der Zahl der erforderlichen Kanäle (die Ausleuchtungsfläche eines Strahlers nimmt mit der Zahl der zu übertragenden Kanäle ab) und der Beleuchtungssituation im Veranstaltungssaal (direktes Sonnenlicht beeinträchtigt die Infrarotverbindung stark) ab. Da die extrem kurzen Wellen der Infrarotstrahler Hindernisse kaum durch Wellenbeugung umgehen können, müssen die Strahler so positioniert werden, dass zumindest annähernd Sichtkontakt zu den Empfängern hergestellt ist. Von Vorteil sind helle und glatte Flächen, da diese Infrarotlicht reflektieren und somit die Empfangssicherheit erhöhen.
Konsekutivdolmetschen
Während Übersetzungen schriftliche Übertragungen eines Textes aus einer Sprache in eine andere Sprache sind, steht Dolmetschen für das mündliche Übertragen von Ausführungen aus einer Sprache in eine andere. Im Mittelpunkt steht nicht die Wiedergabe einzelner Wörter oder Sätze, sondern die aktive Übertragung des Inhaltes als ein Ganzes. Dolmetschen erfordert von der Dolmetscherin bzw. dem Dolmetscher ein Höchstmaß an Konzentration da sie bzw. er parallel zuhören und reden muss. Gehörtes muss auf Anhieb verstanden - nur in den wenigsten Fällen ist eine Rücksprache mit dem Sprechenden möglich - und in die Zielsprache übertragen werden. Traditionellerweise unterscheidet man zwischen Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen, Gebärdendolmetschen und Flüsterdolmetschen.
Bei Konsekutivdolmetschen spricht der Redner immer nur wenige Sätze, die gleich anschließend vom Dolmetscher in einer anderen Sprache wiedergegeben werden. Konsekutivdolmetschen wird sehr oft bei Verhandlungen und Führungen eingesetzt, ist jedoch zeitaufwändiger als das Simultandolmetschen, bei dem der Redner und Dolmetscher fast zeitgleich sprechen. Wenn der Dolmetscher Gäste bei Besichtigungen oder Führungen begleitet, spricht man von Begleitdolmetschen. Bei einer größeren, vom Dolmetscher zu betreuenden Personengruppe kann eine mobile Simultananlage (Personenführungsanlage) eingesetzt werden.
Korrektor
Person, die Korrektur liest. Der Korrektor hat über die notwendige ausgangs- und zielsprachliche Kompetenz zu verfügen.
Korrektorat
Person, die Korrektur liest. Der Korrektor hat über die notwendige ausgangs- und zielsprachliche Kompetenz zu verfügen.
Korrekturlesen
Laut der Norm EN 15038 besteht das Korrekturlesen im Überprüfen des Textes auf seine Zwecktauglichkeit. Dabei wird der Ausgangstext (das Original) mit dem Zieltext (Übersetzung) verglichen. Im Englischen verwendet man in diesem Kontext die Begriffe "revision" und "revising". Beim Korrekturlesen wird die Übersetzung auf passenden Stil, korrekte Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung, inhaltliche Vollständigkeit (Übereinstimmung mit Ausgangstext) und die Terminologiekonsistenz überprüft und alle notwendigen Änderungen vorgenommen. Dieses Korrekturlesen hat laut EN 15038 immer von einem zweiten Übersetzer bzw. einem Sachexperten zu erfolgen. Oft wird das Korrekturlesen auch als Lektorieren bezeichnet. In einigen Quellen wird "Korrekturlesen" als "proofreading" angeführt. Im Gegensatz zum "revising" beschränkt sich das "proofreading" auf die Überprüfung eines Textes auf Rechtschreibfehler, korrekte Zeichensetzung etc. Vor allem vor der Drucklegung einer Übersetzung empfiehlt es sich, den Text durch den Übersetzer noch einmal überprüfen zu lassen, um evtl. beim Schriftsetzen entstanden Fehler zu ermitteln und zu korrigieren. Die Norm EN 15038 spricht in diesem Fall von "Fahnenkorrektur".
Layouten
Das Überarbeiten eines Textes nach genauen, vom Auftraggeber festgelegten Vorgaben wie Länge des Textes, optische Gliederung, Eingliederung und Beschriftung von Graphiken, etc.
Lektor
Person, die den Text lektoriert.
Lektorat
Das was allgemein unter "Lektorat" verstanden wird, wird in der Norm 15038 als "Korrekturlesen" bezeichnet. Laut der EN 15038 besteht das Korrekturlesen im Überprüfen des Textes auf seine Zwecktauglichkeit. Dabei wird der Ausgangstext (das Original) mit dem Zieltext (Übersetzung) verglichen. Im Englischen verwendet man in diesem Kontext die Begriffe "revision" und "revising". Beim Korrekturlesen wird die Übersetzung auf passenden Stil, korrekte Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung, inhaltliche Vollständigkeit (Übereinstimmung mit Ausgangstext) überprüft und alle notwendigen Änderungen vorgenommen. Dieses Korrekturlesen hat laut EN 15038 immer von einem zweiten Übersetzer bzw. einem Sachexperten zu erfolgen.
LICS
Die Abkürzung LICS steht für Language Industry Certification System. Das LICS ist eine internationale Zertifzierungsmarke, die von AS+ Certification, einer Tochter des Österreichischen Normungsinstituts, und TermNet, dem internationalen Terminologienetz, mit dem Ziel, eine weltweit einheitliche und anerkannte Zertifizierung für die Sprachindustrie zu entwickeln, gegründet wurde.
Locale
Laut der Norm EN 15038 besteht das Locale aus den sprachlichen, kulturellen, fachlichen und geografischen Konventionen einer bestimmten Zielgruppe.
Lokalisierung
Die sprachliche und kulturelle Anpassung einer Übersetzung von Softwareanwendungen, technischen Beschreibungen, Gebrauchsanweisungen, Bedienungsanleitungen und ähnliches für den lokalen Markt der Zielgruppe.
Orthographie
Unter Orthographie versteht man die Rechtschreibung einer Sprache. Oft gibt es verschiedene regionale Varianten einer Sprache, die sich unter anderem in der Orthographie unterscheiden können. Darauf muss bei Übersetzungen besondere Rücksicht genommen werden, damit der Zieltext die Funktion erfüllen kann, die der Kunde erwartet.
Simultandolmetschen
Während Übersetzungen schriftliche Übertragungen eines Textes aus einer Sprache in eine andere Sprache sind, steht Dolmetschen für das mündliche Übertragen von Ausführungen aus einer Sprache in eine andere. Im Mittelpunkt steht nicht die Wiedergabe einzelner Wörter oder Sätze, sondern die aktive Übertragung des Inhaltes als ein Ganzes. Dolmetschen erfordert von der Dolmetscherin bzw. dem Dolmetscher ein Höchstmaß an Konzentration da sie bzw. er parallel zuhören und reden muss. Gehörtes muss auf Anhieb verstanden - nur in den wenigsten Fällen ist eine Rücksprache mit dem Sprechenden möglich - und in die Zielsprache übertragen werden. Traditionellerweise unterscheidet man zwischen Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen, Gebärdendolmetschen und Flüsterdolmetschen.
Beim Simultandolmetschen erfolgt die Reproduktion der Ausführungen in der Zielsprache zeitgleich (simultan) mit den Ausführungen in der Ausgangssprache. Simultandolmetschen wird auch oft Kabinendolmetschen genannt, weil die Dolmetscher bei dieser Art von Dolmetschen in speziellen, schallisolierten Kabinen sitzen. Die Kongress- bzw. Konferenzteilnehmer hören sich die Übertragung über Kopfhörer an. Pro Sprachenpaar wird eine Kabine mit je zwei Dolmetschern benötigt.
Sprachcoaching
Sämtliche beratende Tätigkeiten im Zusammenhang mit sprachlichen Themen, einschließlich Sprachschulungen und Sprachunterricht.
Sprachdienstleister
Allgemeine Bezeichnung für Dolmetscher und Anbieter von Übersetzungen und anderen Dienstleistungen, die mit Sprache zu tun haben (Sprachcoaching).
Technical Writing
Das Erstellen von Gebrauchstexten (technischen Dokumentationen) aus einer oder mehreren Ausgangssprache in eine Zielsprache unter Berücksichtigung der Sprache der Zielgruppe und der Zielkultur.
Terminologiedatenbank
Ein fixer Bestandteil der Corporate Identity großer Firmen ist auch die Verwendung einer einheitlichen Terminologie. Um diese Einheit gewährleisten zu können, werden oft mehrsprachige Terminologielisten bzw. Terminologiedatenbanken erstellt.
Trados
Trados ist ein Computerprogramm, das den Übersetzer bei der Erstellung von Übersetzungen unterstützt. Zu den bekanntesten CAT-Tools gehören neben Trados auch Across, Transit, Déjà-Vu und Wordfast. CAT-Tools werden bei größeren Projekten eingesetzt, bei denen eine einheitliche Terminologie und die Erstellungen von Datenbanken, auf die immer wieder zurückgegriffen werden kann, von großer Bedeutung ist. Das CAT-Programm unterteilt den zu übersetzenden Text in einzelne Segmente. Ein Segment ist dabei in der Regel ein Satz. Bei der Übersetzung bildet nun das Segment des Ausgangstextes zusammen mit dem entsprechenden Segment des Zieltextes eine so genannte Übersetzungseinheit. Die Übersetzungseinheiten werden in einer als Übersetzungsspeicher (Translation Memory) bezeichneten Datei abgelegt, auf die im Verlauf der weiteren Übersetzung immer wieder automatisch zugegriffen wird.
Transkription
Unter „Transkription“ verstehen wir die Erstellung einer schriftlichen Fassung gesprochener Texte.
Übersetzen
Das schriftliche Übertragen eines Textes aus einer Sprache (Ausgangssprache) in eine andere Sprache (Zielsprache). Wichtig ist dabei, dass die Übersetzung dieselbe Botschaft wie das Original übermittelt. Ein Übersetzer kann im Durchschnitt etwa 2.500 bis 3.000 Wörter täglich übersetzen. Während des Übersetzungsvorganges muss der Übersetzer u.a. auf die Fachterminologie, die Grammatik und Lexik, den Stil, das Locale, die Formatierung und die Zielgruppe und den Zweck der Übersetzung achten.
Übersetzungsbüro
Ein Übersetzungsbüro ist ein Unternehmen, das Übersetzungsdienstleistungen und dazu gehörende Dienstleistungen wie Korrekturlesen, Technical Writing etc. anbietet. In vielen Fällen gehört auch Konsekutiv- und Simultandolmetschen zum Angebot. Der Vorteil eines Übersetzungsbüros ist, dass es Übersetzungen in viele Sprachen anbietet. Wer z.B. ein Prospekt in zehn Sprachen übersetzen lassen will, hat somit nur einen Ansprechpartner und kann sich die mühsame Suche nach zehn freien Übersetzern ersparen. Die Übersetzungsagentur übernimmt das gesamte Projektmanagement. Ein weiterer Vorteil ist, dass Übersetzungsbüros für jede Sprachkombination auf verschiedene Übersetzer zurückgreifen können, was in Urlaubszeiten oder bei größeren Projekten besonders wichtig ist.
Übersetzungsdienstleister
So werden Personen oder Unternehmen bezeichnet, die Übersetzungsdienstleistungen erbringen.
Voice-over
Bei „Voice-over“ handelt es sich um einen Fachbegriff aus der Studiotechnik für eine Tonspur, die eine andere überlagert. Voice-over wird unter anderem bei Übersetzungen eingesetzt, die über den Originalton gelegt werden.
Zertifizierter Übersetzer
Zertifizierte Übersetzer sind Übersetzer deren Übersetzungsdienstleistungen nach einer bestimmten Norm (z.B. EN 15038) zertifiziert sind. Sie sind nicht zu verwechseln mit den „Allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Dolmetschern“ (meistens „Gerichtsdolmetscher“ genannt), die insbesondere den Gerichten und Behörden zur Verfügung stehen und deren beglaubigte Übersetzungen amtsgültig sind.
Zielsprache
Sprache, in die gedolmetscht bzw. übersetzt wird.
Zieltext
Beim Übersetzungsvorgang nennt man den Zieltext jenen Text, der das Resultat der Übersetzung ist. Wird ein englischer Text ins Deutsche übersetzt, so ist der deutsche Text der Zieltext.
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Schwerpunkte
EN 15038 zertifiziert

